0 0
Dieser Online-Shop verwendet Cookies für ein optimales Einkaufserlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang des Online-Shops eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.

Teppich Anni Albers »Temple Berry«.

Künstlerteppich aus 100 % Seide, limitierte Edition.

90 x 170 cm, 100 % Seide, handgetuftet, limitierte Edition (150 Expl.), mit Echtheitszertifikat, aufwendig verpackt, mit »Care & Fair«-Label.

Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten


Lieferbar, nur noch wenig Artikel verfügbar
Versand-Nr. 1197525

Dieser hochwertige, von Hand getuftete Teppich »Temple Berry« basiert auf einem Stoffmuster der berühmten Bauhaus-Weberin Anni Albers (1899-1994). Die gebürtige Berlinerin heiratete 1925 ihren Kommilitonen Josef Albers; das Paar emigrierte 1933 in die USA. Dort entwarf Anni Albers 1956 im Auftrag des Architekten Howard Meyer (1924-1986) Stoffpaneele, dessen Design Sie nun auf diesem wundervollen Teppich wiederfinden - in einer anderen Farbkombination. Und das kam so: Meyer baute zwischen 1953-59 ein neues Gebäude für die bereits 1873 gegründete Synagoge »Temple Emanu-El« im Norden Dallas. Dabei arbeitete er mit ebenfalls namhaften Kollegen zusammen und zwar mit dem bekannten Westküsten-Architekten William W. Wurster, dem Bildhauer und Wandmaler György Kepes und eben Anni Albers. Die Weberin schuf einen meterlangen Wandbehang, bei dem sie das Farbschema Grün, Blau und Gold der Buntglasfenster von György Kepes einfließen ließ (siehe Foto). Wie genau Albers den Stoff damals hergestellt hat, ist Historikern jedoch unklar. Die in Dallas ansässige Textilkonservatorin Heather Reichstadt, die die Bahnen 2010 reparierte, meint jedoch, dass der Stoff vollständig aus farbigen Lurex-Garnen gewebt worden sein muss, einer Erfindung aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, die Albers sehr geschätzt haben soll. »Solche Stoffe waren in dieser Zeit topaktuell und genau damit experimentierte Anni Albers«, sagt Reichstadt. Die seit 1956 im Dauereinsatz befindlichen Paneele sind ebenso funktional wie schön. Zusätzliches Material, das in der Synagoge zurückgelassen wurde, zeigt, wie atemberaubend die ursprünglichen Farbtöne gewesen sein müssen, obwohl sie natürlich mittlerweile etwas verblasst sind. Tatsächlich waren Albers Wandtafeln so stark und leuchtend in ihrer Farbwahl, dass das Baukomitee der Synagoge zunächst Einwände gegen den Entwurf erhob und beantragte, die Farben abzuschwächen. Als aber neuer Stoff nicht rechtzeitig gewebt werden konnte, gab das Komitee nach und die Paneele wurden installiert. Die Kontroverse erledigte sich von selbst, als das »Life-Magazin« die Stoffbahnen in seiner November-Ausgabe desselben Jahres vorstellte ... Im vergangenen Herbst zeigte das Londoner Museum »Tate Modern« eine Ausstellung über die Arbeit von Anni Albers, unter anderem befassten sich die Kuratoren umfänglich mit diesem »Temple«-Wandteppich.