Humanismus und Buchdruck - diese zwei Schlsselbegriffe prägen die Kultur der Renaissance. Unter welchen sozialgeschichtlichen Voraussetzungen und auf welche Weise Bcher in diesem Zeitalter reproduziert, ausgeschmckt, verkauft, gelesen und in Bibliotheken aufbewahrt werden, wird im vorliegenden Band ausfhrlich dargestellt. All die genannten Tätigkeiten, deren besondere Ausprägungen das Buch in der Renaissance mitbestimmen, unterliegen in den skizzierten 150 Jahren (vom beginnenden 15. Jh bis zur Mitte des 16. Jh.s) entscheidenden Umbrchen. Die Autoren identifizieren sich - wie auch die bildenden Knstler - in individuellerer Weise mit ihrem Schaffen und drcken das häufig durch die Beigabe eines Porträts aus; die Texte werden in völlig neuen Mengen vervielfältigt; ihre Ausschmckung unterliegt ganz anderen technischen Voraussetzungen als jenen der mittelalterlichen Buchkunst; auf Grund der steigenden Stckzahlen mssen Vertriebssysteme aufgebaut werden; die durch die humanistische Bildungsbewegung herangezogenen Leserschichten lesen nicht nur mehr, sondern besitzen auch immer mehr Bcher, welche sie immer häufiger in ihren privaten Bchersammlungen aufbewahren. Die vielfältigen Aspekte fgen sich in diesem Band zu einem faszinierenden Gesamtbild der Kultur jener Epoche, in der in allen Bereichen der Schritt aus dem Mittelalter heraus in die Neuzeit vollzogen wurde.