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John Heartfield. Fotografie plus Dynamit.

Hg. Angela Lammert, Anna Schultz, Rosa von der Schulenburg. München 2020.

21,5 x 27,5 cm, 312 S., 250 farb. Abb., geb.

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John Heartfield (1891-1968) zählt mit seinen politischen Collagen zu den innovativsten Grafikern der Weimarer Republik. Seine Fotomontagen und collagierten Buchumschläge, die ihre Herkunft in der Berliner Dada-Szene haben und sich gegen den Faschismus richten, sind noch heute von großer Sprengkraft. Mit scharfer Beobachtungsgabe, Witz und Kompromisslosigkeit stellte er den ursprünglich dokumentarischen Charakter der verwendeten Pressefotos auf den Kopf und setzte seine Kunst bildgewaltig und mit pointiertem Humor aktiv gegen Krieg und Faschismus ein. Auch seine Trickfilme und seine Theaterarbeit werden im Kontext von Kunstwerken, Archivalien und Arbeitsmaterialien besprochen, ergänzt um Statements zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die Heartfields Werk im Zeitalter von Fake News beleuchten. »Man ist sich bei den Henkern im Lande genau darüber im klaren, was für eine unschätzbare Waffe Heartfields Montage ist. Sie wissen welchen Feind sie in dem kleinen, unscheinbaren Johnny haben. Sie hassen ihn wie kaum einen anderen, und wehe, wenn sie seiner habhaft werden!« schrieb Oskar Maria Graf 1938 in der Exilzeitung Deutsche Volkszeitung.