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Marshall McLuhan. Die Mechanische Braut. Volkskultur des industriellen Menschen.

Berlin 2010.

14 x 24 cm, 254 S., 75 Abb., pb.

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Im Jahr 1930 notiert Marshall McLuhan in sein Tagebuch, dass »in fünfzig Jahren eine Sammlung der Werbetricks und -slogans eine interessantere Lektüre bieten würde, als irgend etwas anderes, das in dieser Generation erschienen ist.« Gut 15 Jahre später kündigt er seinem Freund Walter Ong an, dass wohl demnächst in einem kleinen Verlag sein Buch mit »kommentierten Bildbeispielen über populäre Kultur unter dem Titel »Guide to Chaos« erscheinen wird«. Ein Verleger erinnert sich an »ein fürchterliches Ding, das letzte, was man freiwillig öffnen würde«. Zahlreiche Ablehnungen ermüden McLuhan und er schreibt »Sie hassen dieses Buch. Sie sind besessen von den alten eindimensionalen, monolinearen Geschichten und Ausführungen und stellen sich unter Verständlichkeit vor, verschiedene Stoffe unter ein Konzept zu zwingen...« und an anderer Stelle: »Die mechanische Braut ist eigentlich eine neue Form von Science Fiction, mit der Personage aus Anzeigen und Comics als Protagonisten..., man kann es tatsächlich als neue Romanform ansehen.« Wie recht McLuhan mit seiner Selbsteinschätzung hatte, beweist auf eindrucksvolle Weise die hier vorliegende, umfangreich erschlossene deutsche Erstübersetzung, in der der gesamte Kosmos seines virtuosen Denkens in all seiner Vielfalt und Originalität vorliegt.