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Günther Birkenfeld. Wolke, Orkan, Staub.

Berlin 2018.

14 x 21,5 cm, 400 S., geb.

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»Ihm gelingt es, seiner Buchwelt, wie den wirklichen Malern ihren Bildern, Odem einzuflößen. Darum bleiben seine Menschen lebendig bis zum Schluß.« Else Lasker-Schüler. Wolke - Orkan - Staub nannte Günther Birkenfeld seinen 1955 verfassten dreiteiligen Roman über Diktatur, Zerstörung und Neuanfang: Als erster erzählte Birkenfeld mit Wucht ein zusammenhängendes Panorama der Zeit von 1933 bis 1949. Günther Birkenfeld gehört zu den zu Unrecht vergessenen Schriftstellern in Deutschland. Wohl kein anderer Autor hat so früh die deutsche Lebenswirklichkeit während des Nationalsozialismus, den Schrecken des Luftkriegs, die unmittelbare Nachkriegszeit und die sich darin abzeichnende Spaltung Deutschlands im großen Zusammenhang dargestellt. Es ist eine Geschichte über Widerstand und Anpassung, über die ambivalente Rolle des preußischen Adels, über den kommunistischen Untergrund, über das Schicksal einer Gruppe Intellektueller, deren Lebenslinien sich treffen. Mittels filmisch anmutender Sequenzen und mit analytischer Schärfe erzählt Birkenfeld den Alltag der Menschen. »Wie haben wir das nur überlebt?«, fragen sich die Protagonisten nach Kriegsende. Und nicht ohne Schuld, nicht unbeschadet, nicht einfach auferstanden aus Ruinen schreibt sich ihr Leben nach 1945 fort.