Das 1887 in Giverny entstandene Hauptwerk »Felder im Frühling« (ursprünglich »Sous les peupliers, effet de soleil«) Claude Monets ist eine Kombination aus klassischer Komposition mit bahnbrechender Technik. Die Frauenfigur mit grünem Sonnenschirm steht auf der Linie des Goldenen Schnitts. Der Horizont beginnt auf Höhe eines Viertels des Gemäldes. Die senkrechten Elemente der Pappeln gleicht das breite Band der Felder und der Gebirgszug im Hintergrund harmonisch aus. Tiefe erreicht Monet durch die Verblauung des Hintergrundes. Ein Mittel der Kunst, dass zuerst in der altniederländischen Kunst ab 1430 eingesetzt wird. Der Maler hatte seine Staffelei an einer leichten Erhebung aufgebaut. Dieser Überblick erlaubte es ihm auf einen Vordergrund zu verzichten. Kleine Grashälmchen, die man bei einer näheren Untersuchung fand, bezeugen die Entstehung des Bildes im Freien. Die Sonne steht hoch am Himmel, nur eine kleine Schatteninsel werfen die Pappeln auf der mit bunten Blumen durchsetzten Langgraswiese. Die hingetupfte Schönheit erzeugt ein sommerliches Flirren vor unseren Augen. Wir spüren den leisen Wind auf der Haut, der Sommerduft erinnert bereits an den Geruch nach Heu. Das Flattern der tiefgrünen Blätter gibt den Ton zu dieser Sommersymphonie. 1906 vom Stuttgarter Galerieverein angekauft, hängt es heute in der Staatsgalerie Stuttgart. Die Replik des Gemäldes wurde in Originalgröße gefertigt. Original: Staatsgalerie Stuttgart.