Was der Tübinger Medizin-Professor Leonhart Fuchs in enger Zusammenarbeit mit seinen Zeichnern Albert Meyer und Heinrich Füllmaurer anstrebte, war die Darstellung einer exemplarischen Idealgestalt der Pflanzen, frei von Zufälligkeiten. 1542 erschien das Kräuterbuch zunächst in lateinischer Sprache mit kolorierten Holzschnitten, im folgenden Jahr in Basel bei Michael Isingrin unkoloriert als deutsche Ausgabe unter dem Titel »New Kreüterbuch«. Dieses klassische Werk der botanischen Literatur enthielt eine systematische Darstellung von rund 400 Wildgewächsen und über 100 Nutz- und Zierpflanzen, zum ersten Mal methodisch beschrieben - mit der Berücksichtigung des Standortes, mit botanischen Beschreibungen, Blütezeiten und medizinischen Verwendungsmöglichkeiten. Die Pflanzennamen sowie das Glossar begegnen in griechischer, lateinischer und deutscher Sprache.