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In Arkadien. Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Eine biographische Landvermessung.

Von Rolf Thomas Senn. Berlin 2013.

16 x 23,5 cm, 448 S., 40 s/w-Abb., geb.

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Friedrich Wilhelm IV., für den Heinrich Heine eine gewisse Sympathie hegte, gilt als gemütvoller, doch lebensfremder und politisch glückloser »Romantiker auf dem Preußenthron«. Dabei hat der König nicht nur durch Bauten in Potsdam und Berlin für seinen Nachruhm gesorgt, sondern mit der Begründung der Friedensklasse des Ordens Pour le mérite und des deutschen archäologischen Instituts weit in die Zukunft gedacht. Seine Erklärung der Berliner Spreeinsel zur »Freistätte für Kultur und Wissenschaften« ist so aktuell wie je. Und auch bei der Diskussion um das Humboldtforum im Berliner Schloss spielt er aus geschichtlicher Ferne mit. Wer dem kunstsinnigen König näherkommen will, muss den Zeitgeist beschreiben, muss das vielschichtige intellektuelle Koordinatensystem bestimmen, in welchem er sich befand. Deshalb gleicht Rolf Thomas Senns unkonventionelle Biographie einer virtuellen Landkarte. Sie lässt sich entrollen wie ein Papyrus; alles geschieht simultan, Linien, Felder, Zeichen samt Rhizomen werden sichtbar. Der Autor stützt sich dabei neben den drei für Friedrich Wilhelms Leben maßgeblichen Dokumenten - dem Tagebuch des Erziehers, dem täglichen Journal des Königs und seinen etwa achttausend hinterlassenen Zeichnungen - unter anderem auf die hinterlassenen Briefe an Künstler und nahe Familienmitglieder. Der Text kann mit der Unbefangenheit eines Romans gelesen werden.